Rückblick 2001

Notti Italiane vom 14. bis 16. Juni | am Römischen Haus im Weimarer Ilmpark | Kino | Theater | Konzerte | Lesungen | Köstliches aus italienischen Küchen und Weinkellern


Die Italienischen Nächte 2002 waren online unter eigener Domain präsent. Hier konnten Informationen und Einblicke zu Ort, Kultur und Lebensart sowie Lagepläne abgerufen oder auch online Karten reserviert werden.


Römisches Haus als HutDas Römische Haus als Hut: Ist in Ihnen das Römische Haus auch so ans Herz gewachsen? Nehmen Sie eine heitere Erinnerung daran mit nach Hause: Das Römische Haus gibt es als Hut zu kaufen! Der Faltbogen, den Sie ohne Schneiden oder Kleben, ganz einfach und schnell zusammensetzen können, kostet 4.50 Euro und ist nach den Notti Italiane im Römischen Haus zu erwerben.


Etta Scollo

„Etta Scollo, eine zierliche Italienerin mit einer ungemein kraftvollen Stimme, der man die Erdigkeit ihrer Heimat Sizilien anhört und die Liebe zu den schwer fassbaren Zwischentönen jenseits von Jazz, Blues und traditioneller sizilianischer Folklore", lobt das Hamburger Abendblatt die italienische Sängerin.

Am 15. Juni konnten Musikfreunde nun auch in Weimar in diesen besonderen klanglichen Genuss kommen: Etta Scollo gastierte mit ihrer Band bei den Italienischen Nächten am Römischen Haus im Park an der Ilm vor einem begeisterten Publikum!

Geboren wurde die Sängerin in der sizilianischen Hafenstadt Catania. Obwohl Musik schon früh ein wichtiger Teil ihres Lebens war, so etwas „wie spazierengehen, essen, ganz etwas Selbstverständliches" (Etta Scollo), begann sie zunächst ein Studium der Kunst und Architektur in Turin. Kurz vor dem Abschluss stand sie jedoch vor der Wahl, zur letzten Prüfung zu gehen oder eine Tournee mit ihrer Band zu machen: Etta Scollo entschied sich für Letzteres und machte ihr Hobby damit zum Beruf. Es folgte ein Gesangsstudium am Wiener Konservatorium. Aus „Spaß" coverte sie 1988 mit ihrer Band den Beatles-Song „Oh Darling" und landete damit den Sommerhit des Jahres, der ihr eine goldene Schallplatte und große Popularität in Italien und Österreich einbrachte.

Seitdem folgten mehrere CD-Produktionen, erste Plätze bei renommierten Songfestivals und die Komposition des Titels „Come la pioggia" für den Kinofilm „Für immer und immer" von Hark Bohm.

Im Herbst 2001 erschien ihr jüngstes Album „Il bianco del tempo" – „Mille grazie, Principessa", dankte ihr die „Süddeutsche Zeitung" dafür begeistert.


Lesung Maurizio Maggiani

„Ein solcher Erzähler weckt die italienische Gegenwartsliteratur zu neuem Leben", urteilte „Der Tagesspiegel" über Maurizio Maggiani. Die Gelegenheit, auch Literaturliebhaber in Deutschland von seinem „grossen Erzähltalent" (Neue Zürcher Zeitung) zu überzeugen, erhielt der Autor im Rahmen der diesjährigen Italienischen Nächte: er las an zwei Abenden am Römischen Haus im Park an der Ilm aus seinem jüngsten Werk „Königin ohne Schmuck".

Maurizio Maggiani wurde 1951 in Castelnuovo Magra geboren und lebt heute in La Spezia. Sein Lebensweg präsentiert sich alles andere als stromlinienförmig: er arbeitete als Lehrer für blinde Kinder und in einem Gefängnis, verdingte sich als Fotograf, Cutter, Regieassistent sowie in der Werbung und in einer Stadtverwaltung, bevor er hauptberuflich Schriftsteller wurde.

Sein Roman „Der Mut des Rotkehlchens" (it. 1995/ dt. 1996) wurde mit den renommierten italienischen Literaturpreisen Premio Viareggio und Premio Campiello ausgezeichnet.

„Königin ohne Schmuck" liegt seit Herbst 2001 in deutscher Sprache vor, auch dieser Roman Maurizio Maggianis feierte in Italien große Erfolge (u.a. erhielt er die Preise Stresa und Alassio 100 libri) und macht sich nun daran, die deutschen Leser zu erobern.

Die Geschichte ist in der pulsierenden Hafenstadt Genua zu Beginn des 20. Jahrhunderts angesiedelt und ringt sich um Giacomo, der 1928 geboren seine Kindheit vor den Faschisten geschützt in einem Priesterseminar verbringt, nach dem Krieg als Missionar nach Polynesien geht und von dort mit einer einheimischen Königin verheiratet nach Genua zurückkehrt. Doch dieser Handlungsstrang ist nur einer unter vielen; immer weiter entfaltet sich die teils phantastisch anmutende Handlung, berichtet von der Liebe der Eltern Giacamos, der „Safrankönigin" Sascia und dem Kohleschlepper Paride und spannt schließlich einen Bogen um 100 Jahre italienischer Geschichte.

Sogar ein Abstecher nach Thüringen ist in das Geschehen eingewoben, allerdings erfolgt dieser nicht, um die touristischen Höhepunkte des Landes zu bewundern: Sascia wird von den deutschen Besatzern verhaftet und in ein Arbeitslager gebracht. Doch auch das trübt die farbenprächtige Geschichte nicht, denn diese „gibt sich nie als Realität aus, vielmehr als modernes Märchen, im Detail zwar immer von plausibler Psychologie, im Ganzen aber erst beglaubigt durch das Können des Autors, durch sein verblüffendes Erzählfeuerwerk." (NZZ)


Die Schirmherren der Italienischen Nächte

Der Botschafter der Republik Italien, Dr. Silvio Fagiolo sowie der Minister für Bundes– und Europaangelegenheiten an der Thüringer Staatskanzlei, Jürgen Gnauck


Die Veranstalter der Italienischen Nächte

Stiftung Weimarer Klassik und DIGIT Deutsch-Italienische Gesellschaft in Thüringen e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar

 

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