Reisen 2003

Kunst und Musik aus venezianischen Palästen


Exkursion der DIGIT nach Bonn am 11./12. Januar 2003 (Ablauf):

Sonnabend, 11. Januar 2003

7.00 Uhr Abfahrt in Weimar
ca. 12.00 Uhr Ankunft in Bonn
12-14.00 Uhr Freizeit: Stadtbesichtigung, Mittagessen, etc.
14.00 Uhr Ausstellungsbesuch in der Kunsthalle Bonn
"Venezia! Kunst aus venezianischen Palästen" / Mit thematischer Führung
18.00 Uhr Abendessen in einem italienischen Restaurant
19.30 Uhr Konzertbesuch im Studiolo der Kunsthalle Bonn
„Amore e Morte. Liebe und Tod in Venedig" / mit dem Kammermusikensemble Incantato
Übernachtung im Bonner Römerhof

Sonntag, 12. Januar 2003

10.00 Uhr Abfahrt vom Hotel
11.00 Uhr Ausstellungsbesuch Beethoven Haus
bis 16 Uhr Freizeit: Stadtbesichtigung, Mittagessen, etc.
16.00 Uhr Abfahrt Bonn
ca. 21.00 Uhr Ankunft in Weimar
Änderungen im zeitlichen Ablauf vorbehalten

Im Preis von 150 € (bzw. 165 € für „Nicht-DIGIT-Mitglieder") sind enthalten:

Abfahrt, 11. Januar 2003, 7.00 Uhr in Weimar an der Katholischen Kirche (Je nach Anmeldestand sind weitere Zustiegsmöglichkeiten denkbar; bitte fragen Sie telefonisch unter 03643/80 48 88 nach.)

Rückkehr nach Weimar am 12. Januar 2003, gegen 21.00 Uhr.


„Venezia! Kunst aus venezianischen Palästen" in der Bundeskunsthalle Bonn

Die einzigartige Lage Venedigs inmitten der Lagune "zwischen Himmel und Wasser" wurde schon immer bewundert. Zum bis heute wirkenden Mythos der ‚Serenissima', so der offizielle Titel der Republik Venedig, trug und trägt aber vor allem auch die Kunst bei.
In Venedig selbst lässt sich die Vielfalt, Qualität und Originalität der venezianischen Kunstsammlungen nur noch unvollständig erleben. Die großen Sammlungen des 14. bis 19. Jahrhunderts sind auseinandergerissen, ihre Bestandteile wurden in alle Welt verstreut. Was in Venedig selbst verblieb, ist über die zahlreichen Museen der Stadt verteilt.

Die Ausstellung VENEZIA! lässt einige der schönsten Kunstsammlungen Venedigs wiederauferstehen. Die enge Zusammenarbeit mit den Musei Civici Veneziani und zahlreiche Leihgaben aus weiteren europäischen Museen ermöglicht nicht nur die Präsentation von Gemälden so bedeutender Maler wie Giorgione, Tizian, Tintoretto, Canaletto oder Guardi. Der besondere Reiz der Ausstellung ist es, viele Hauptwerke der venezianischen Kunst in ihrem ursprünglichen Sammlungszusammenhang betrachten zu können. Zu einer Sammlung des späten 16. Jahrhunderts gehörten allerdings nicht nur Gemälde venezianischer oder auswärtiger Meister (z. B. Dürer oder Bosch) sondern ebenso antike und zeitgenössische Skulpturen, Münzen, prachtvoll illuminierte Bücher und kostbare Schiffskarten.

Die Ausstellung spannt den Bogen von den mittelalterlichen Kostbarkeiten der Schatzkammer von San Marco bis zu den Stoffen, Gemälden und Theaterdekorationen aus dem Atelier des letzten venezianischen Maler- und Künstlerfürsten Mariano Fortuny. Im Zentrum steht die bedeutendste Sammlung der venezianischen Renaissance: Kostbare Handschriften, Gemälde und antike Statuen aus dem Besitz der Familie Grimani werden in Bonn wieder zusammengeführt. Sie sind so präsentiert wie sie zuletzt vor 450 Jahren zu sehen waren, in einem Raum, der in Größe und Wanddekoration der Tribuna, der ‚Schatzkammer' des Palazzo Grimani, nachempfunden ist.


"Amore e Morte. Liebe und Tod in Venedig" Ensemble Incantato

Samstag, 11. Januar 2003, 19.30 Uhr, Konzert im Forum

Venedig war im 17. Jahrhundert das musikalische Zentrum Italiens. Hier entstanden viele neue Kompositionstechniken in der religiösen als auch weltlichen Musik, insbesondere im Bereich der Kammermusik, die im Mittelpunkt des Programms steht. Amore e Morte umfaßt eine Auswahl von Stücken, die die ganze Palette menschlicher Gefühlsregungen unmittelbar kompositorisch und musikalisch umsetzt.
Exemplarisch für Venedig als Musikstadt war das Leben und Wirken der Komponistin, Musikerin und Sängerin Barbara Strozzi. Die 1619 unehelich geborene und später adoptierte Tochter des einflussreichen venezianischen Dichters und Opernlibrettisten Giulio Strozzi zählte zu den bedeutendsten Komponistinnen des italienischen Frühbarock und war zudem eine sehr emanzipierte Frau. Mit ihren insgesamt neun gedruckten Musiksammlungen veröffentlichte sie zwischen 1644 und 1664 mehr als ihre männlichen Zeitgenossen. Strozzis Schaffen wird im Zusammenhang bedeutender zeitgenössischer Komponisten (Monteverdi, Cavalli, Fontei) vorgestellt, mit denen sie künstlerisch in regem Austausch stand.
Die Sopranistin Mona Spägele wird von verschiedenen Continuoinstrumenten begleitet, deren musikalische Ausdrucksvielfalt auch durch die Auswahl der unterschiedlichen Begleitinstrumente unterstrichen wird.

Ensemble Incantato:

Mona Spägele, Sopran / Matthias Müller - Mohr, Viola da gamba, Lirone / Hubert Hoffmann, Lauteninstrumente / Detlef Bratschke, Cembalo, Orgel


Südliche Toskana 2003

Studienreise nach Italien 1. - 11. Mai 2003

Donnerstag, 01.05.


Anreise von Weimar nach Norditalien, wo wir im Raum Verona in einem Drei-Sterne-Hotel die erste Nacht verbringen werden.

Freitag, 02.05.


Wir werden über Modena, Parma, La Spezia nach Lucca, eine der reizvollsten Städte der Toskana, fahren. Von Hügeln und Bergen umgeben, liegt die Geburtsstadt Puccinis idyllisch in einer fruchtbaren Tiefebene. Ihr kompaktes historisches Zentrum zieren romanische Kirchen, Patrizierpaläste, unzählige Türme und das aus Italien nicht wegzudenkende Gewirr von Gassen und Plätzen. Daneben bietet Lucca noch zwei besonders originelle Sehenswürdigkeiten: die Piazza Anfiteatro, einen ovalen Platz, dessen Häuser auf den Ruinen eines Amphitheaters errichtet wurden, und den Torre Guinigi, das Wahrzeichen der Stadt - ein märchenhafter Turm, dessen Dach mit Bäumen bewachsen ist. Die Atmosphäre dieser lebendigen und schönen Stadt, deren Zentrum wie von einem Gürtel von einem parkähnlichen Stadtwall umschlossen wird, werden wir zu Fuß erkunden.

Gegen Abend fahren wir über Florenz in das Chianti-Gebiet nach Tavernelle weiter, wo wir im Parkhotel Chianti unser Quartier für die nächsten fünf Nächte finden.

Samstag, 03.05.


Am Morgen brechen wir auf, um Cortona, eine alte Etruskerstadt, die sich am Hang eines Gebirgszuges befindet und einen herrlichen Ausblick auf das Chiana-Tal vom Monte Amiata bis zu den Trasimenischen Seen bietet, zu besichtigen. Auf der höchsten Stelle des Bergs befinden sich die beeindruckenden Überreste einer Medici-Festung, aber auch sonst bietet die mittelalterlich anmutende Kleinstadt mit ihren Palästen, Kirchen und Plätzen ein imposant geschlossenes Bild. Im Etrusker-Museum kann man Zeugnisse der etruskischen Vergangenheit der Toskana bewundern. Diesen Ausflug werden wir mit einer Rundfahrt durch das Chianti-Gebiet und einer Weindegustation verbinden.

Sonntag, 04.05.


Diesen Tag widmen wir voll und ganz Siena, einer Stadt, die allein aufgrund ihrer Lage – ruhig und beschaulich trohnt sie, umgeben von allen Elementen, die die toskanische Landschaft in ihrem Reiz ausmacht, von der Crete bis zu den Weinbergen des Chianti-Gebiets, auf einem Hügel. Mit ihren mittelalterlichen Straßenschluchten, die von roten Backsteinbauten gesäumt sind, lädt sie zum Entdecken ihrer Schönheit ein. Die Silhouette der Stadt wird durch die komplett erhaltene Stadtmauer, den 102 m hohen Rathausturm Torre del Mangia und den aus dem rotbraunen backsteinfarbenen Grundton der Stadt hervorstechenden, mit weißem Marmor verkleideten Dom geprägt. Im Herzen der Stadt befindet sich Italiens berühmtester mittelalterlicher Platz, die Piazza del Campo, der seine muschelförmige Gestalt aufgrund seines vorgegeben Landschaftsprofils (er befindet sich in der Senke der drei Hügel, auf denen Siena erbaut wurde) erhielt. Als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens bietet er eine einzigartige Kulisse von mittelalterlichen Palästen und erinnert an ein antikes Theater.

Montag, 05.05.


Am Vormittag fahren wir erneut nach Siena und setzen unsere Erkundungen fort. Der kunsthistorische Reichtum des Stadtzentrums, das in keiner anderen italienischen Stadt so unversehrt und beeindruckend erhalten ist, wird uns keine Sekunde der Langeweile ermöglichen: Der Dom, auf dessen Boden 5000 Jahre Menschheitsgeschichte, von den Ägyptern bis zum neuen Testament, in Einlegearbeiten aus verschiedenfarbigen Marmor, die Künstlern aus dem 14. bis 16. Jahrhundert anfertigten, verewigt; das Baptisterium; die Pinakothek; das Geburtshaus der Heiligen Katharina; die Fortezza... eine endlose Liste überwältigender Kunst- und Kulturzeugnisse.

Danach fahren wir weiter über San Galgano, wo wir die Ruine einer ehemaligen Zisterzienserabtei, die sich wie im Traum versunken auf einer grünen Wiese befindet, aufsuchen werden.

Von dort aus geht es weiter in die mittelalterliche Stadt Massa Marittima, deren Zweiteilung sofort auffällt. In der Unterstadt Città Vecchia findet man romanische, die Oberstadt Città Nuova weist gotische Einflüsse auf.

Dienstag, 06.05.


Ein weiterer Ausflug führt uns in die Landschaft der Crete, deren fast herbe Hügellandschaft eine eigene Schönheit entfaltet: keine Wälder, nur gelegentlich unterbrechen Zypressenreihen und Weingärten die gleichförmigen Felder, die je nach Jahreszeit mit Getreide, Sonnenblumen und grünen Wiesen versehen sind oder im kahlen Zustand die Farbreflexe der Witterung widerspiegeln. Zuerst fahren wir nach Montalcino, das sich auf einem Hügel umgeben von grünen Weinbergen (wo zwischen Rosenstöcken die Trauben des berühmten Brunello wachsen) befindet, und das ein mittelalterliches Kleinod, umschlossen von Verteidigungsanlagen, darstellt. Nachdem wir die ruhige Atmosphäre der Gassen und Plätze dieses idyllischen Ortes sowie die herrliche Aussicht auf die ihn umgebende Landschaft genossen haben, fahren wir weiter nach Sant'Antimo, einem der mächtigsten Klöster des Mittelalters. Im 8. Jahrhundert gegründet, wurde die Benediktinerabtei in den folgenden Jahrhunderten stetig erweitert. Die mächtige Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist ein stattliches Beispiel des italo-romanischern Baustils. Danach besuchen wir die Abtei Monte Olivieto Maggiore, eine der wichtigsten Benediktinerklöster des Landes, deren imposanter Backsteinbau sich inmitten einer grünen Zypressenoase in den sonst eher kargen Hügeln der Crete befindet. Der Höhepunkt der Anlage ist der Kreuzgang mit seinen 36 Freskenszenen, die das Leben des heiligen Benedikt zeigen.

Mittwoch, 07.05.


Fahrt nach Roselle, eine der bedeutendsten Städte in der etruskischen Epoche, um die Etruskerausgrabungen zu besichtigen. Im Anschluss besichtigen wir die Stadt Grosseto, deren historisches Zentrum von einem sechseckigen Stadtwall umschlossen wird. Danach geht es weiter in Richtung Piombino, wo wir mit der Fähre auf die Insel Elba, ein bergiges Eiland mit üppiger Vegetation und vielen traumhaften Buchten mit kristallklarem Wasser, übersetzen werden, um dort in der Bucht des Ortes Marina di Campo im Hotel Baracuda unser Quartier für die nächsten 3 Nächte zu finden.

Donnerstag, 08.05.


Am Morgen reisen wir weiter in Richtung Portoferraio, schon während der Fahrt über die Insel wird sie uns mit ihrem landschaftlichen Charme verzaubern. Die hübsche Inselhauptstadt besticht mit ihrer Lebendigkeit und ihrer Hafenatmosphäre. Weiter geht es zu den römischen Ausgrabungen und der Villa Napoleons in San Martino.

Freitag, 09.05.


Auf einer Rundfahrt der Insel werden wir ihre facettenreiche Landschaft erkunden: hohe grüne Berge und stille Bergdörfer wechseln sich ab mit schroffen Felsenlandschaften, aus denen idyllische Buchten, malerische Fischerdörfer und Hafenorte umgeben von üppigen Kastanien- und Pinienwäldern, auftauchen.

Samstag, 10.05.


Schwer wird es uns fallen, von der paradiesischen Insel Elba Abschied zu nehmen. Nach der Überfahrt werden wir jedoch noch einmal an einem idyllischen Ort ein Picknik am Meer machen und danach in Richtung Verona weiterfahren, wo wir eine Übernachtung auf dem Weg nach Hause einlegen werden.

Sonntag, 11.05.


Unabwendbar ist nun der letzte Tag unserer Reise gekommen. Es geht zurück von Bella Italia nach Weimar.

Änderungen aus organisatorischen Gründen im Programmablauf können möglich sein.


Kurzreise Magdeburg 2003

8. Deutsch-Italienische Kulturbörse in Magdeburg vom 30. Mai bis 1. Juni 2003

Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2003 findet die Deutsch-Italienische Kulturbörse, die mittlerweile nun schon zum 8. Mal eine zentrale Stütze des bilateralen Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Italien ist, in Magdeburg statt. Die DIGIT veranstaltet eine Reise zu diesem Ereignis, um ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, Kontakte zu den anderen Gesellschaften aus Deutschland sowie Italien zu knüpfen, sich über neue Reiseziele zu informieren und die Arbeit der anderen Gesellschaften kennen zu lernen, um aus diesen Begegnungen und Gesprächen Anregungen mit nach Hause zu nehmen. Zudem wird die Kulturbörse von kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen begleitet, die ein ideales thematisch auf die Deutsch-Italienischen Tage zugeschnittenes Rahmenprogramm bieten.

Am Freitag, dem 30.05.03, werden wir mit dem Zug in Richtung Magdeburg fahren, um nach der offiziellen Eröffnung der Kulturbörse, die in der Johanniskirche stattfindet, am regen Erfahrungsaustausch der Deutsch-Italienischen Gesellschaften aus beiden Ländern teilzunehmen. Am frühen Nachmittag genießen alle Teilnehmer der Kulturbörse einen hoffentlich sonnigen Nachmittag während einer geselligen Dampferfahrt auf der Elbe.

Am Abend dieses Tages gibt es einen wichtigen Anlass zum Feiern: Im Jahr 2003 wird die VDIG, der Dachverband der Deutsch-Italienischen Gesellschaften, 50 Jahre alt und veranstaltet aus diesem Grund ab 19.30 Uhr in der Johanniskirche ein geselliges Fest im Stile der 50er Jahre, bei dem es musikalische und andere künstlerische Beiträge zum Thema „50 Jahre in Italien und Deutschland" geben wird. Vielleicht findet sich auch in Ihrer Garderobe ein geeignetes Kleidungsstück, mit dem Sie sich in das 50er Jahre-Treiben dieses Abends einreihen können, um mit uns gemeinsam die nun schon seit einem halben Jahrhundert erfolgreich fortgeführte Arbeit der Förderung der deutsch-italienischen Kulturbeziehungen und der Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Menschen beider Länder zu feiern.

Musikalisch wird uns die Band „Rachelina und die Maccheronies" in die Atmosphäre der „Canzoni Neapolitane" entführen und sie alle einladen, das Tanzbein zu schwingen. Die Sängerin Rachelina versteht wie nur wenige, die mediterrane Lebensfreude zu vermitteln und mit einer Mischung aus Ironie, Sentimentalität, Erotik und Humor zu verbinden. Neben den kulturellen Genüssen wird natürlich auch an den kulinarischen Gaumenfreuden ihr Tribut gezollt – ein Festmenü mit mehreren Gängen erwartet die Gäste der Kulturbörse....

Am Sonnabend, dem 31.05. wird die Kulturbörse fortgesetzt und am Abend erwartet uns ein weiterer Höhepunkt der deutsch-italienischen Tage: Um 19.30 Uhr beginnt in der Parklandschaft des Klosterbergegartens die Vollmondnacht „La notte della luna piena" – ein großes Fest mit diversen italienischen Puppentheatern, die den Abend in eine zauberhafte Atmosphäre hüllen werden.

Ihren Abschluss findet die Kulturbörse am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst, der um 10 Uhr im Magdeburger Dom stattfinden wird. Alternativ steht für Interessierte die Vernissage der Ausstellung „Universi sensibili" des italienischen Künstlers Antonio Catalano auf dem Programm.

Am frühen Nachmittag werden wir uns mit dem Zug in Richtung Weimar zurückbegeben und das erlebnisreiche Wochenende entspannt ausklingen lassen.


Ablaufplan

Freitag, 30.05.03

08.18 Uhr Abfahrt Bahnhof Weimar nach Magdeburg, Ankunft 10.52 Uhr

11.30 Uhr Kulturbörse, Johanniskirche

13.00 Uhr Dampferfahrt, Abfahrt Anlegestelle Petriförder

19.30 Uhr Festveranstaltung 50 Jahre VDIG, Johanniskirche

Sonnabend, 31.05.03

11-16.00 Uhr Kulturbörse, Johanniskirche

19.30 Uhr Vollmondnacht „La notte della luna piena" im Klosterbergegarten

Sonntag, 01.06.2003

10.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst im Dom

11.00 Uhr Eröffnung der städtischen Ausstellung „Universi sensibili" von Antonio Catalano; Kaserne Mark

13.08 Uhr/12.08 Uhr

Abfahrt Bahnhof Magdeburg nach Weimar, Ankunft 15.37 Uhr/14.37 Uhr


Reisepreis 195 €

Enthalten sind die Hin- und Rückfahrt mit der Deutschen Bahn, Eintrittskarten zur Kulturbörse, Festveranstaltung 50 Jahre VDIG inkl. Menü, Dampferfahrt, Vollmondnachtfest im Klosterbergegarten, Unterkunft im Hotel inkl. Frühstück

Einzelzimmerzuschlag: 47 €


Exkursion nach Xanten 2003

„Auf den Spuren der Römer"

Exkursion der DIGIT nach Xanten am 15./16. November 2003

Liebe Mitglieder der DIGIT, liebe Freunde,

wie wir bereits auf der Jahreshauptversammlung der DIGIT im Februar dieses Jahres ankündigten, möchten wir ein neues Reiseprojekt aus der Taufe heben, bei dem wir uns innerhalb Deutschlands für ein Wochenende im Herbst „Auf den Spuren der Römer" bewegen wollen. Dabei sollen aber auch alt- und neugermanische Sehens- und Merkwürdigkeiten am Wegesrand nicht unbeachtet bleiben. Vielleicht entwickelt sich daraus eine Tradition, die nicht in Konkurrenz sondern in Ergänzung zur nun schon klassischen und vielgerühmten Reise der DIGIT nach Italien steht.

Das Ziel unseres Pilotprojektes für das Jahr 2003 ist Xanten.

Die kleine Stadt am Niederrhein, der von Kaiser Marcus Ulpius Traianus um das Jahr 105 n. Chr. das Stadtrecht verliehen wurde, entwickelte sich als Colonia Ulpia Traiana nach Köln, der Colonia Claudia Ara Agrippiensium zum zweitwichtigsten Handelsplatz und Hafen der Provinz Niedergermanien. Annähernd die Hälfte des antiken Stadtgebietes bildet heute das Gelände des Archäologischen Parks. Hier wurden auf römischen Fundamenten einige Gebäude teilweise rekonstruiert. Nach einem germanischen Intermezzo eroberten die Römer im 4. Jhdt. die Stadt zurück und umgaben das Zentrum mit einer Befestigungsanlage, innerhalb derer sich nochmals eine römische Stadtkultur ausbilden konnte. Auf den römischen Gräberfeldern wurden nun zunehmend Christen bestattet. Über einem Märtyrergrab bauten Anhänger der neuen Religion eine kleine Gedächtniskapelle. Diese bildete den Anfang für eine Reihe von Kirchenbauten, die in den nächsten Jahrhunderten zu Ehren des heiligen Viktors errichtet wurden. Nach der allmählichen Aufgabe der Colonia durch die Römer ein halbes Jahrhundert später, setzte ein Verfall des Ortes ein, so dass der Siegfried des Nibelungenliedes seine Kindheit in den römischen Ruinen verbringen musste. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Xanten aus einer fränkischen Siedlung zu einem in Nachbarschaft des Stiftes „ad santos" (Xanten) gelegenen Marktflecken, dem der Kölner Erzbischof 1228 die Stadtrechte verlieh und der 1444 nach Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Köln per päpstlichem Dekret dem Herzog Johann von Kleve zugesprochen wurde. Über das Dasein einer Ackerbürgerstädtchen kam Xanten in den folgenden Jahrhunderten nicht hinaus. Die Säkularisation im Jahr 1802 stellte dafür ein zusätzliches Hemmnis dar. Die zum Ende des 2. Weltkrieges weitestgehend zerstörte Stadt wurde ab dem Jahr 1975 planmäßig zu einem Fremdenverkehrsgebiet entwickelt. Restaurierte Gebäude, ein wiederhergestelltes historisches Stadtbild unter Einbeziehung der römischen Ausgrabungen stellen jährlich einen Hauptanziehungspunkt für mehr als 800 000 Besucher (bei ca. 16 000 Einwohnern) dar.

Das Programm unseres Aufenthaltes in Xanten beinhaltet einen Stadtrundgang, Führungen in den wesentlichen musealen Einrichtungen (Regionalmuseum, Archäologischer Park, Große Thermen) sowie einen Abend in einer „original" Römischen Herberge.

Der Weg vom klassischen Weimar ins römische Xanten quert eine andere davon völlig verschiedene deutsche Kulturlandschaft. Das Ruhrgebiet, über mehr als ein Jahrhundert Sinnbild der Industrialisierung mit all ihren Schattenseiten, hat die alten Klischees weitestgehend hinter sich gelassen. Geblieben ist das größte kommunale Ballungsgebiet Europas, in dem es immer noch, wie Heinrich Böll formulierte „nach Mensch riecht". Darüber gibt es einiges zu erzählen und das soll sozusagen en passant geschehen.

Geblieben ist auch eine große Anzahl von Denkmälern der Industriekultur, Eingedenk unserer eingangs formulierten Maxime, auch nicht-römischen Merkwürdigkeiten am Wegesrand die Referenz zu erweisen, werden wir auf dem Weg nach Xanten und zurück nach Weimar jeweils einem dieser Industriedenkmäler einen geführten Besuch abstatten.

Die zwischen Dortmund und Bochum gelegene Zeche Zollern II/IV ist als Standort des Westfälischen Industriemuseums ein über Maßen anschauliches und unterhaltsames Museum für die Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

Der 1929 fertiggestellte Gasometer Oberhausen ist der größte Gasometer Europas und nach Umbau- und Restaurierungsarbeiten im Jahr 1993 auch die außergewöhnlichste Ausstellungshalle des Kontinents. Die Aussichtsplattform auf dem Dach des Gasometers in 117.5 m Höhe bietet einen grandiosen Panoramablick.

Die Reise findet statt von Sonnabend, den 15.11.03 ca. 6.00 Uhr bis Sonntag, den 16.11.03 ca. 21.00 Uhr. Start- und Zielort ist Weimar.

Der Teilnahmepreis pro Person beträgt 140 EUR für Mitglieder der DIGIT und 150 EUR bei fehlender Mitgliedschaft und beinhaltet folgende Leistungen:

Für das Zustandekommen der Reise ist zur Kostendeckung eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen erforderlich. Der bei einer höheren Teilnehmerzahl ggf. verbleibende Überschuss soll für die Fertigstellung des 4. Bandes des Animo Italo-Tedesco – Studien zu den Italien-Beziehungen Thüringens verwendet werden, dessen 11 thematisch wieder breit gefächerte Beiträge auf ca. 200 Seiten nun schon seit einiger Zeit vorliegen und ihrer Drucklegung harren.

Über Ihr bis zur Teilnahme gesteigertes Interesse an dieser Reise würden wir uns sehr freuen.

Da die kleine Stadt Xanten vielen ein Wochenende wert ist, bedarf es insbesondere bei größeren Gruppen einer rechtzeitigen Anmeldung. Wir bitten deshalb um Ihr Verständnis, dass eine verbindliche Teilnahmeerklärung bis spätestens zum 18.07.03 in der Geschäftsstelle der DIGIT vorliegen muss.

Ein detailliertes Programm geht Ihnen dann rechtzeitig vor Reisebeginn zu.

Sofern Sie noch Fragen haben, können Sie sich mich unter 0234-7099441 oder 02327-994275 auch direkt anrufen.

Mit den besten Wünschen für einen schönen Sommer

i. A. Matthias Ducke